Archiv der Kategorie 'Allgemein'

(B)- 1.MⒶi – eine AUSWERTUNG

Nach öffentlicher Diskussion autonomer Gruppen um den 1. Mai gab es einen Aufruf zur Teilnahme an der Bündnisdemo um 18 Uhr. In Form eines Blocks sollte das kritische Verhältnis von Libertären zu den Veranstalter_innen und ihrem (Un-)Konzept demonstriert werden. Ebenso sollte aber natürlich auch die Solidarität mit den vielfältigen Inhalten der Demo ausgedrückt werden sowie eine Form des Widerstandes gelebt werden, der die Unversöhnlichkeit mit den herrschenden Verhältnissen nicht als leere Phrase oder Utopie begreift. Von autonome Gruppe „Guter Dinge“

Vorweg muss eingestanden werden, dass der Ablauf der Demo die vielfach geäußerte Erwartung eines massiven Bullenangriffs in Mitte nicht erfüllt hat. Auch sonst waren die Ereignisse etwas verwunderlich. Allein die enorme Größe der Demo war erstaunlich, zumal die Mobilisierung des Bündnisses im Stadtbild mager wie nie ausfiel. Aber jetzt von vorne: (mehr…)

Scherbendemo und Barrikaden errichtet

Dokumentation von directactionde.ucrony.net:

„Am späten Abend des ersten Mai kam es in der Karl-Marx-Starße in Neukölln zu einer kurzen und entschlossenen Scherbendemo mit 40-50 Leuten. Dabei wurde die Straße mit Baumaterialien verbarrikadiert. Bei H&M und der Santander Bank wurden die Schaufenster eingeworfen, so das sie komplett offen standen und für proletarisches spät-shopping frei zugänglich waren bis sich die Büttel davor positioniert hatten. Bei ersterem wurde dazu „Remember Savar“ an die Fassade gesprüht. Savar, die Ortschaft in Bangladesch wo am 24. April 304 TextilarbeiterInnen bei einem Fabrikeinsturz ihr leben verloren. Nachdem auch noch einige Steine auf eine Rossmann Filiale flogen verschwand der Mob genauso schnell wie er gekommen ist wieder. (mehr…)

1. Mai Berlin – Agonie und Hoffnung

Ablauf

Die unangemeldete 17:00 Demo am Mariannenplatz starte fast pünklich. Die Präsenz von Zivibullen war im Vergleich zu den beiden Vorjahren noch weiter heruntergeschraubt worden, nur vereinzelte Aufklärungsgruppen waren präsent. Schon nach 100 Meter wurde die Demo von 30 Bullen seitlich begleitet.
Diese kleine Einheit war schon seit Stunden am Rande des Festes postiert und offensichtlich nicht extra für die Demo bereitgestellt worden. In Höhe Legiendamm/Adalbertstrasse stiessen drei weitere Wannen von vorne hinzu. Die Demospitze behauptete an dieser Stelle nicht selbstbewusst die Strasse, sondern wich trotz der ungefähr 1000 Leuten, die folgten, auf das Geländes des Carlo Giuliani Park aus, wo zu disem Zeitpunkt mehrere hundert Menschen einem Konzert des Barrio Antifaschista lauschten.
Von einer „lautstarken“ Ansage von der Bühne abgesehen, dass „die Bullen hier nichts verloren hätten“, konnte die kleine Bulleneinheit völlig unbedrängt die Demo weiter begleiten.
An der Ecke Adalbert/Waldemarstrasse bog die Demospitze wie schon vor zwei Jahren wieder in das zentrale Festgeschehen ein, erneut verlor der Grossteil der TeilnehmerInnen zwischen Bühnen und MyfestbesucherInnen den Anschluss, bis auf die Demospitze war die Demo im weiteren Verlauf garnicht garnicht mehr als solche erkenntlich.
Als der Zug dann ohne das Eingreifen weiterer eintreffender Bulleneinheiten den Lausitzer Platz und damit den Startpunkt der 18.00 Uhr Demo erreichte, hatte das ganze lediglich den Charakter eines grosen Nachmittagsspaziergangs. Nach nicht mal einer halben Stunde war die Angelegenheit, die eher den Eindruck einer Pflichtveranstaltung machte, dann beendet.

Die „revolutionäre 1. Mai Demo“ startete dieses Jahr lediglich mit der berlinüblichen Verspätung von einer Stunde, sodass man/frau/… das Partygeballer auf dem Platz nicht wie im Vorjahr über 2 Stunden ertragen musste. (mehr…)

Sicherheitstipps für den 1.Mai

Nicht nur die kalten Temperaturen lassen dieses Jahr noch keine echte Stimmung für den 1.Mai aufkommen. Ob es in Kreuzberg unter der scheinbar ruhigen Oberfläche brodelt, lässt sich kaum einschätzen und die leider nötige Konzentration auf den Nazidreck in Schöneweide bindet zudem Kräfte. Trotzdem wird es morgen auf der von den Bullen diktierten Route der „Revolutionären 1.Mai Demonstration“ eine anarchistische und autonome Präsenz geben. Dafür wollen wir euch einige Vorschläge zur Sicherheit unterbreiten. (mehr…)

Ueber den korrekten Umgang mit Loeschpapier

Der folgende Beitrag kritisiert den Text „Nie wieder Löschpapier“, der auch auf unserer Seite unkommentiert veröffentlicht wurde. Wir teilen diese Kritik nicht und wollen auch keine Position in Streitereien beziehen, die vor langer Zeit entstanden sind. „Nie wieder Löschpapier“ haben wir veröffentlicht weil er als Ausgangspunkt für weitere Debatten geeignet ist und weil die dort formulierten Überlegungen tatsächlich Positionen beleuchten, die nicht nur in Berlin die autonome Bewegung bremsen. Die Gegenrede von linksunten:

Ein paar kurze Anmerkungen zu dem 1. Mai Berlin Papier „Nie wieder Loeschpapier“ und eine Kritik an denen, die dieses auf ihren Seiten unkommentiert veroeffentlichen.

Der Versuch den Stil der Texte des „Kommenden Aufstandes“ und der griechischen Feuerzellen einer Reflektion des 1. Mais aufzudruecken, mag sich vielleicht ganz gut lesen, ist aber inhaltlich mehr Farce den Tragoedie. (mehr…)