Entgrenzte Sicherheit – grenzenloser Widerstand

Täglich und rund um die Uhr setzen Beamte weltweit um, was auf Treffen wie dem Polizeikongress beschlossen wird. Lagezentren in den Polizeipräsidien der Metropolen arbeiten 24 Stunden an der Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Ordnung. Für Individuen oder Gruppen, die diese Ordnung unerträglich finden kann so leicht ein Gefühl von Ohnmacht entstehen. Was kann es da bringen in einer beliebigen Stadt etwas gegen die Herrschaft zu unternehmen? Wir sollten uns öfter bewusst sein, dass es auch immer, Tag und Nacht, Widerstandshandlungen gibt; von Menschen die mit uns durch einige gemeinsame Werte affin sind ohne dass wir uns kennen.
Hier ist eine kleine Auswahl von Widerstandshandlungen aus den Tagen um den Polizeikongress herum:

12.Februar, in Grigny/Frankreich entzieht sich ein junger Mann einer Kontrolle der BAC und wird dabei getötet.

17.Februar, in Dijon/Frankreich, Molotov Cocktails auf Polizeifahrzeuge geworfen als diese zu einem Einsatz kamen.

18.Februar, auf La Reunion. In der französischen Kolonie kommt es zu Kämpfen zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Die Demonstration drehte sich um Arbeitsgenehmigungen und steigende Preise. Steine und Molotovs werden gegen die Bullen geworfen.

In der folgenden Nacht wurde die Gendarmerie von einer Spezialeinheit der PSIG (peloton de surveillance et d’intervention de la gendarmerie) unterstützt.

19.Februar in Povedniki/Russland. Brandanschlag auf Polizeiwache.
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20.Februar in Athen. Generalstreik führt zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

21.Februar in Exarchia/Athen wird die Polizeistation von einer grösseren Gruppe mit Molotov Cocktails angegriffen. Eine Erklärung nimmt Bezug auf kürzlich vehaftete Genossen.
exarchia

23.Februar ,in Madrid. Bei Krisenprotesten schlägt die spanische Polizei um sich und trifft auf Widerstand.

24.Februar, in Mulhouse/Frankreich wird ein Streifenwagen von Jugendlichen mit Molotov Cocktails angegriffen.