Griechische Polizei in der Kritik


Cheikh Ndiaye

Nach dem Mord am senegalesischen Straßenhändler Cheikh Ndiaye durch Beamte der Municipal Police (Ordnungsamt) am 2.Februar in Athen, gab es in der Nacht zum 10.Februar einen Gazaki-Anschlag auf das Gebäuder der Municipal Police im Stadtteil Nea Ionia.

Gestern wurden erneut 80 Migranten im Rahmen der „Operation Xenios Zeus“ in Athen festgenommen.
In britischen Medien wächst derweil die Empörung , dass auch Touristen von Polizeigewalt betroffen sind, wenn sie mit Migranten verwechselt werden. Sogar die EU heuchelt Besorgnis über Polizeigewalt in Griechenland.

Ebenfalls letzte Nacht griffen in Exarchia 30 Vermummte einen Bus der MAT vor dem Büro der PASOK mit Molotow Cocktails an. Diese Aktion könnte im Zusammenhang mit der Folterung von vier anarchistischen Gefangenen stehen, nach deren Festnahme in der letzten Woche schockierende Fotos von der Polizei veröffentlicht wurden.
Zusammenfassung in englischen Medien.

Sogar über den Einsatz von Söldnern der Firma Blackwater zum Schutz des griechischen Parlaments wird in der Presse spekuliert.

Angeblich kommt Nikos Dendias, der Minister für öffentliche Ordnung und Bürgerschutz, am 19.Februar zum Polizeikongress nach Berlin. Dort würde er vermutlich über den Nachschub von deutschen Blendschock Granaten für seine Polizei verhandeln
und die im letzten Jahr begonnene Ausbildung von MAT Kommandeuren bei der Bundespolizei fortschreiben.

Die Demonstration am 16.Februar gegen den Polizeikongress richtet sich somit auch gegen die Unterstützung der griechischen Junta durch deutsche Polizeibehörden und Waffenlieferanten.


1 Antwort auf „Griechische Polizei in der Kritik“


  1. 1 14 – 16.Februar: Actiondays « ARAB – Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin Pingback am 11. Februar 2013 um 2:43 Uhr
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